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Guensblog Top 5 – Music 2013

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Heuer ohne große einführende Erläuterungen. Wie schon 2008, 2010, 2011 und 2012 dient mir selbst die Liste als Art Rückschau und vielleicht dem einen oder der anderen LeserIn als mögliche Quelle für Versäumtes und ggbfalls Nachzuholendes. Bin jedenfalls wie immer für Hinweise dankbar. Ich weiß, die Liste ist stilistisch recht breit, aber so ist eben mein Zugang. Selten gab es dafür so wenig Übereinstimmung mit den Rankings diverser Medien (wiewohl da schon einige Hinweise auf mir Entgangenes dabei sind).

2013 war kein besonders gutes Jahr was Neuerscheinungen betrifft. Ganz anders jedoch was Konzerterfahrungen betrifft. Hier war die Reduktion auf 5 denkwürdige Highlights wirklich schwierig.
Schamlos bediene ich mich wieder einiger Youtube-Videos. Dank an alle Bereitsteller.

Best Song 2013

Gregory Porter: No Love Dying
. Quasi die Stimme des Jahres.

The Bad Plus: Seven Minute Mind. Das Album ist bereits 2012 erschienen. Herrliche rhythmische Wechsel, wunderbare Linien. Großartige Band.

Villagers: Waves. Die irischen Villagers sind sowas wie die Band des Jahres.
Editors: Sugar. Das Album ist meiner Meinung nach schwach, aber der Song bietet mehr als nur Pathos.
Bat For Lashes: Laura. Auch schon aus 2012, aber bei mir eben erst 2013 etabliert. Dass der Song auch auf großer Bühne funktioniert, ist erstaunlich. Einige nette Coverversionen kursieren im Netz (etwa von Amanda Palmer).

Best Album 2013

Villagers: Awayland

Olafur Arnalds: For Now I’m Winter. Schon wieder. Island!
Magnus Östrom: Searching for Jupiter. Dieeeeeeeese Schweden ((c) Hans Huber, 1997) Aktuelles Album des Schlagzeugers der unvergessenen E.S.T.
Sweet William Van Ghost: For God and Christoph Marek. In vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Musikalisch, textlich und durch die rare Live-Präsenz des Künstlers.
Das Comeback der alten Helden. Black Sabbath haben nicht nur nach 43 Jahren mit „13“ die UK-Album-Charts erklommen, sondern auch tatsächlich ein wirklich starkes Album in fast Originalbesetzung hingelegt. Manchmal wird man belächelt, wenn man Deep Purple erwähnt. Aber „Now What?!“ ist ein gelungenes Album (Platz 1 Albumcharts DE).

Top Concerts 2013

Amanda Palmer, Porgy & Bess, 14.11.
Hatte zweimal heuer das Vergnügen, AFP zu sehen. Das Solokonzert im Zuge des Bluebird wird für wohl alle Besucher als denkwürdigst in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen ihrer musikalischen Performance, sondern auch ihre Erzählungen schaffen einen Kontext, der viele BesucherInnen sehr spezifisch adressiert. Es bleibt jedesmal was hängen.
Diesmal kein Konzertvideo, sondern ein dänisches Interview samt Backstage-Eindrücken:

Efterklang, Stockholm Arts & Music Festival, 14.8.
Die Dänen gehören seit einigen Jahren zu meinen Favoriten. Wirkten zuletzt schon etwas überspielt, aber Stockholm hatte wieder Klasse. Außerdem tolles Festival.
The Bad Plus, Porgy & Bess, 20.5.
siehe oben.
The Irrepressibles, Brut, 16.3.
Scott Matthew, Porgy & Bess, 1.11.
Blendend gelaunt, großartig begleitet und sehr stimmungsvoll.

Kein Zufall, dass so oft Porgy & Bess angegeben ist. Das Programm heuer war sensationell. Das Porgy macht die Stadt seit 20 Jahren zu einem noch besseren Ort. Danke dafür!

Sonst noch länger in Erinnerung:

Die unglaublichen Grooves von Drummer Luke Flowers beim Cinematic Orchestra Auftritt im Burgtheater.
Die außergewöhnlichen Klangforum-Konzerte 2013 im Wiener Konzerthaus.
Die schottische Band Glasvegas in Edinburgh (kein Konferenz- ohne Konzertbesuch). Ob die dortigen Bekanntschaften in ewige Freundschaft, Schlägereien vor dem Club oder beides gleichzeitig übergehen, war mir zeitweise nicht klar. Die Crowd war jedenfalls sehr begeisterungsfähig.
Und neu am Radar: die estnische Band I Wear* Experiment, die ich nur dank der Credits auf der Weihnachtskarte des estnischen Präsidenten erkundet habe. Eine Premiere. Twitter sei Dank!

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