Georg Günsberg | Politik- und Strategieberatung | Franz Josefs-Kai 27,  A-1010 Wien | office@guensberg.at

Eine Graphik sagt oft mehr als tausend Worte…

0

Ich wiederhole heute im wesentlichen einen Beitrag, den ich schon im vergangenen Jahr zum Internationalen Frauentag gepostet habe. Die Graphik steht schlicht und ergreifend für das Kernproblem, das wir ökonomisch im Verhältnis von Mann und Frau haben: Die Einkommensentwicklung, bei der Frauen im Schnitt einen Einbruch ab 30 Jahren haben (mit sinkendem Medianeinkommen bis Ende 30), von dem an sich das Einkommen nicht einmal ansatzweise jenem der Männer angleichen kann. Ein nochmaliger Abfall ist beim Pensionsantritt zu bemerken.

In dieser Graphik liegt der Kern. Darum kann man sie gar nicht oft genug herzeigen (click to enlarge):

bruttomedian_2010

Es gibt mehrere Gründe dafür. Einerseits: Frauen sind vergleichsweise lange in Karenz und gehen dann – im Gegensatz zu Männern – oft einer Teilzeitbeschäftigung (meist schlechter) bezahlten Erwerbsarbeit ohne realistische Aufstiegschancen nach. Außerdem sind Frauen generell eher in Berufen und Branchen tätig, in denen meist schlechter bezahlt wird.

Man wird diesen Knick wohl nie ganz verhindern können, aber so extrem wie in Österreich ist er wohl nur in wenigen europäischen Staaten. Politisch geht es meines Erachtens um eine Struktur, welche die Möglichkeiten schafft, Beruf und Kinderbetreuung zu vereinen und zwischen den Elternteilen fair aufzuteilen. Und es geht auch um die Kultur in diesem Land, die das gut heißt und fördert.

Ganz zu schweigen von dem Umstand, dass auch bei vergleichbaren bzw. gleichen Jobs Frauen oft weniger verdienen als Männer, was schon gar nicht akzeptabel ist.

Die Daten habe ich übrigens aus dem auch heuer wieder lesenswerten Grünen Frauenbericht 2010.

image_pdfimage_print
Share.

Leave A Reply